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abspecken 19: Hosenkauf

Nach einiger Zeit mal wieder ein abspecken-Beitrag.
Mittlerweile ist ja Mai und nach nunmehr fast 5 Monaten Beschäftigung mit diesem Thema, ist es wohl Zeit für ein Zwischen-Resümee, quasi.

RESÜMEE:
Also ich bin im fünften Monat dieser Odyssee und mit einigem Stolz kann ich folgendes von diesen turbulenten Monaten vorweisen:
- ich habe bisher 10kg abgenommen
- ich habe meine Ernährung komplett umgestellt
- ich mache viel Sport

Ich habe vieles ausprobiert und so einiges wieder verworfen und so einige Dinge habe ich auch gar nicht erwähnt, dennoch lässt sich dieser bisherige Erfolg nur auf drei Komponenten zurückführen:

- Entgiftung
- Ernährungsumstellung
- Sport

Alles andere war unnützer Dreck, den man in sich hineingeschoben hat. Letztlich bewirken die nichts außer vielleicht eine Art psychologische Unterstützung – aber die kann man auch auf andere Weise erhalten.
Zum Beispiel durch mentale Unterstützung nahestehender Personen, oder durch Sport im Verein, oder einer Gruppe.

Mit DRECK hineingeschoben, meine ich übrigens diese Appetit-Zügler, Diätpillchen, Fettverbrennungskapseln und weiß der Teufel, was es da so alles gibt. Interessant ist dabei, daß dieser ganze Mist von genau der Industrie gefertigt wird, die auch die Nahrungsmittel herstellt, die direkt auf die Hüfte wandern. Man kauft sich ein Müsli “light” mit dem Gedanken sich etwas gesundes zu geben und stellt irgendwann fest, daß der Zuckeranteil ungefähr dem einer Literflasche Cola entspricht. Tolle Wurst.

Wie auch immer, ich denke mal im nächsten BEitrag werde ich etwas näher auf die Punkte ENTGIFTEN, ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG und SPORT eingehen, heute will ich über 2 Dinge berichten:
1. mein Hosenkauf (vor dem ich echt Schiss hatte)
2. ein Ernährungsschmöker

HOSENKAUF:
Ich habe mich wirklich schwer damit getan. NAchdem ich meinen Gürtel vor einigen Wochen um drei Löcher enger machen konnte wusste ich es wird irgendwann Zeit, mir neue Hosen zuzulegen. Aber ich konnte noch nicht, denn zum einen war ich noch lange nicht bei meinem Wunschgewicht und zum zweiten hatte ich subjektiv noch nicht den Eindruck, daß meine Wampe viel kleiner geworden ist. Okay, der Gürtel sagte da etwas anderes, aber ich wollte diesem kleinen Stück Leder dann doch nicht so recht glauben.
Die Tage zogen ins Land und nachdem sich bei meinen Hosen der oberste Knopf immer wieder von alleine geöffnet hat, weil der Gürtel den Hosenbund immer in Falten gelegt hat, damit sie nicht rutscht, dachte ich, JETZT!
Und so machte ich mich auf die Suche.
Die Jeans sollte folgende Punkte erfüllen:
Fair-Trade, Bio, keine Kinderarbeit, lockerer Schnitt, gutes Aussehen und sie sollte bezahlbar sein. So einfach war die Suche dann doch nicht und Tag um Tag zog ins Land bis der gute Robert Kresse von VEBU über seine neue Hose brichtete.
Öhö… fairbleiben.com…. hm… nie gehört… mal drübersurfen…
Und tatsächlich, da war sie, die Hose…. und ich wollte sie haben.
Marke: BLEED und sie erfüllte alle Vorgaben, die ich einer neuen Jeans abverlangte. Cool…
Also rein in den Bestellprozess und ab dafür. Bei der Größenauswahl schluckte ich ein/zwei Mal und tippte dann meine Hosengröße MINUS 2 ein. Also 2 Nummern kleiner das Teil… und AB DAFÜR!
3 Tage später kam das Teil an, ein handgeschriebener Zettel von Andrea lag bei und ich begutachtete das gute Stück. Schön dachte ich mir, nur passen muss sie… also schlüpfte ich hinein und sie saß perfekt!
GEIL!

2. Ernährungsschmöker
Auf der Suche nach einem weiteren vegetarischen Kochbuch stiess ich auf das Buch “achtsam essen, achtsam leben” von Thich Naht Hanh.
Ich muss gestehen, ich habe mir die Details nicht genau durchgelesen und war der Annahme, daß es sich um ein buddhistisches Kochbuch handelte… zwar mit ein paar Erläuterungen warum, wie, was und überhaupt benutzt wird und vielleicht mit ein paar Tipps, was man zu welchen Zeiten fressen sollte… aber da habe ich mich getäuscht.
Die ersten Seiten machten klar, das Buch spricht die Frau an.
Also nicht inhaltlich, aber wenn da nunmal steht: “Sie als Frau…” dann ist damit sicher kein Mann gemeint….
Wie auch immer, mir sind ja diese geschlechtsspezifischen Dinge sowieso völlig Hupe, also habe ich weiter reingelesen. Und ich muss sagen, das Buch geht ziemlich auf die 12.
Es zerrupft bereits mit den ersten 2 Kapiteln die derzeit bestehende Ernährungskultur der westlichen Welt, erläutert den Wahnsinn der Werbung, den Aufbau von Inhaltsstoffen in der Fertig- und Fastfoodproduktion ebenso, wie pseudowissenschaftliche Berichte und Fakten der Diätindustrie, die prinzipiell die gleiche ist, wie die Ernährungsindustrie. Daß man hier schon von INDUSTRIE spricht, ist schon irgendwie pervers… wie auch immer.. das Buch ist natürlich ein buddhistisches Buch und der gute Thich Naht Hanh ist ein buddhistischer Mönch, der ein buddhistisches Zentrum in Frankreich gründete. Es ist sehr gut geschrieben und trotz der Spitzen und – zum Teil – auch sehr direkten Worte, in denen man sich gut und gerne selber wiederfindet, lese ich dieses Buch mit einem kleinen Lächeln, denn trotz dem die eigenen Gewohnheiten auseinandergrupft werden, weiß ich, daß er mit jedem Wort recht hat.
Also in meinen Augen MEHR als einfach nur lesenswert. Jeder, der sich mit dem Thema Ernährung im weitesten Sinne beschäftigt und auseinandersetzt, sollte das gute Stück lesen.

Sodelle – seht ihr? Schon fertig.

In diesem Sinne!

Mein erstes Mal – Hamburger Hafengeburtstag 2012

So da war es nun: Mein erstes Mal auf dem Hafengeburtstag in Hamburg. Tja was soll ich sagen. Ja, bei gutem Wetter ist es sicher nett mal drüber zu schlendern, sich was zu essen zu holen und dann wieder nach Winterhude in ein gemütliches Café einzukehren oder im Karoviertel Gretchens Villa einen Besuch abzustatten. Aber auch nur, wenn man Menschenmassen aushalten kann, die sich links und rechts an einem vorbei schieben. Schon aus der U3 konnte man erkennen, dass das an einem Samstag Nachmittag, trotz Kälte von 8 Grad und vieler Wolken, kein leichtes Unterfangen wird. Leider habe ich es verpasst, aus der Bahn heraus ein Foto zu machen von der sich wogenden Menge, die sich an einer Stelle so sehr anstaute, dass dort nichts mehr ging.

Angekommen im Hafen ging es am Anfang ganz gut voran, aber an den Landungsbrücken war es dann vorbei…..Kurzerhand entschieden wir uns außen rum zu laufen, um überhaupt weiter zu kommen. Nur von den Schiffen habe ich dadurch leider gar nichts gesehen. Weder das Schlepperballett noch sonst irgendein Schiff-Spektakel. Ah doch EIN Schiff habe ich doch sehen und fotografieren können ;-) .

Das Essen, was ich auf dem Hafengeburtstag verköstigt habe, war übrigens sehr lecker. Es gab Kartoffelpuffer mit Apfelmus und danach einen Crépe mit Marzipan :-) . Fies geschlemmt, aber egal :-D . Morgen 1,5 Stunden Spinning wirds wieder richten.

Um 19 Uhr ging es dann Richtung Astra Bühne zum Maggers United Konzert. Zugegeben: Ich kannte die Band nicht und hatte auch keinerlei Erwartungen. Es war ok, aber nicht überragend. Aber ggf. lag es auch an der Kälte und meinem Gefühl des langsam Einfrierens…. Der einzige Song, der wirklich bei mir hängen geblieben ist, ist “Alleine” (s.u.). Der hat wirklich Ohrwurmpotential.

Durchgefroren ging es dann mit den Mädels noch auf den Kiez, aber nirgends gab es Platz für uns zum Aufwärmen und Hinsetzen….Wir hatten das Fußballspiel Bayern gegen Dortmund verdrängt…Nach 45 Minuten rumirren habe ich mich dann entschlossen heim zu fahren. Decke, Couch, Schlabbelsachen und frische Erdbeeren waren dann doch verlockender als ein Konzert im Molotow. Auch musste das Feuerwerk im Hafen um 22 Uhr 30 ohne mich stattfinden. Nochmal bei der Kälte zum Hafen zurück, wenn man erstmal im warmen und gemütlichen Wohnzimmer sitzt… keine Chance :-D .

Fazit für alle, die noch nie auf dem Hafengeburstag waren, aber gerne mal wollen: Kann man, muss man aber nicht. Wenn man wirklich was von den Schiffen sehen will, guckt man den Hafengeburtstag am besten im Fernsehen. Oder man geht an einem Sonnentag im Hafen mit einem lieben Menschen spazieren und genießt den Anblick der Schiffe, während die Sonne untergeht – ohne Menschenmassen… Und leckeres Essen gibt es auch so immer überall in Hamburg ;-) .

Und hier zum Abschluss der Song von Maggers United – Alleine

“[...] Ich will dich hier, ich will dich jetzt,
mir doch scheiss egal, wenn ich mich nochmal verletz!
Ich will mit dir lachen und ich will mit dir weinen,
denn ohne dich…fühl ich mich schrecklich…
Alleine, alleine! Es ist mehr als dein Blick und nur deine Beine,
Alleine , alleine! Es ist mehr als dein Blick und nur deine Beine,
Allein, allein, allein ,allein [...]“